Wenn der Gelenkverschleiß das Leben in Bonn schwer macht

Unsere Gelenke sind ein wichtiger Teil unseres Bewegungsapparats. Sie ermöglichen uns die Bewegungsfreiheit, an die wir uns im Laufe unseres Lebens gewöhnt haben. Wenn diese Bewegungen nun Schmerzen bereiten oder nur noch stark eingeschränkt möglich sind, liegt der Verdacht auf eine Arthrose nahe.

Was genau Arthrose ist, wie sie entsteht und was Sie tun können, um sich von Ihrem Gelenkverschleiß nicht einschränken zu lassen, erfahren Sie im Folgenden.

Das Krankheitsbild Arthrose

Mit steigendem Alter ist Gelenkverschleiß bis zu einem gewissen Maß ganz normal. Der Knorpel, der an unseren Gelenken als eine Art Schutzschicht und Stoßdämpfer zwischen den Knochen fungiert, wird durch ständige Benutzung mit der Zeit dünner. Wenn diese Abnutzung jedoch über das altersübliche Maß hinausgeht, die Gelenke zu schmerzen anfangen und steif werden, spricht man von einer Arthrose.

Die Hauptfolge dieses Verschleißes ist eine deutliche Bewegungseinschränkung. Gewohnte Bewegungen sind nur noch unter Schmerzen oder sogar gar nicht mehr möglich. Bei einem schweren Verlauf kann es auch im Ruhezustand zu Schmerzen der betroffenen Gelenke kommen. Damit es nicht so weit kommt, ist frühes Handeln gefragt, um den Verlauf abzuschwächen und die Lebensqualität wiederherzustellen.

Die häufigsten Formen

Bei der Arthrose werden verschiedene Formen unterschieden. Wenn nur ein Gelenk betroffen ist, wird von einer Monarthrose gesprochen. Betrifft der Verschleiß allerdings mehrere Gelenke, liegt eine sogenannte Polyarthrose vor. Prinzipiell kann Arthrose in jedem Gelenk auftreten. Am häufigsten sind jedoch bei unserem Patienten aus Bonn die Gelenke betroffen, die im Alltag der größten Belastung ausgesetzt sind.

Unsere Knie tragen uns durch unser Leben. Dadurch sind sie besonders anfällig für eine Kniearthrose (im Fachjargon auch Gonarthrose genannt). Da die Kniegelenke für viele Bewegungsabläufe unverzichtbar sind, ist bei einer Gonarthrose schnelles Handeln gefragt. So kann die Kniearthrose im besten Fall aufgehalten werden, bevor eine Operation notwendig wird.

Wenn der Knorpel der Hüftknochen von erhöhtem Verschleiß betroffen ist, liegt eine Hüftarthrose bzw. Coxarthrose vor. Welche Auswirkungen die Hüftarthrose auf die Lebensqualität und die Bewegungsfähigkeit hat, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Während manche Coxarthrosepatienten nur leichte Beschwerden erleben, kann es in schweren Fällen auch zu einer Steifheit des Gelenks führen.

Unsere Patienten aus Bonn informieren wir immer über die Tatsache, dass unsere menschlichen Hände und Finger  mit zu den komplexesten und beweglichsten Teilen unseres Körpers gehören. Dementsprechend anfällig sind sie für Gelenkverschleiß. Besonders häufig sind die Fingerend- und Fingermittelgelenke sowie das Daumensattelgelenk betroffen, doch auch das Handgelenk kann von Verschleiß beeinträchtigt werden.

Diese Form der Arthrose ist auch unter jüngeren Patienten verbreitet. Eigentlich ist das Sprunggelenk weniger anfällig für diese Krankheit als andere Gelenke. Leider ist es jedoch anfällig für Verletzungen – und diese können auf lange Sicht eine Arthrose zur Folge haben. Viele Arthrosen im Sprunggelenk können also auf Traumata zurückgeführt werden – und weil die Verletzung zu jeden Zeitpunkt im Leben geschehen kann, bedeutet das, dass sich auch die Arthrose früher entwickeln kann als in anderen Gelenken.

Mögliche Ursachen für vermehrten Gelenkverschleiß

Arthrose tritt besonders häufig bei Menschen auf, die älter als 60 sind. Das Alter kann daher als eine der Hauptursachen für den Gelenkverschleiß gesehen werden. Darüber hinaus sind jedoch auch diverse andere Faktoren an der Bildung von Knorpelschäden im Gelenk beteiligt.

Neben falschen oder repetitiven Bewegungen, die zum Beispiel beim berufsbedingten schweren Heben oder bei bestimmten Sportarten aber auch bei Fehlhaltungen vorkommen, ist auch starkes Übergewicht eine Belastung der Gelenke, die zu vermehrtem Verschleiß führen kann. Leider ist auch das immer mehr ein Fall unsere lieben Bonner Praxis-Besucher. Auch verschiedene Krankheiten, Verletzungen oder genetische Vorbelastungen können die Entstehung einer Arthrose begünstigen.

Behandlungsmöglichkeiten bei Arthrose

Da ein abgenutzter Knorpel nicht wiederhergestellt werden kann, zielt die Arthrosetherapie darauf ab, weiteren Schädigungen vorzubeugen und Symptome zu lindern. Als nicht-operative Behandlungsmaßnahmen können dabei ernährungsmedizinische Maßnahmen und gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen oder Krankengymnastik zur Stärkung der Muskeln und der Koordination zum Einsatz kommen. Oft werden sie durch gelenkentlastende Verbände oder Bandagen unterstützt. Um die Schmerzen, die mit der Gelenkschädigung einhergehen, zu lindern, können Kälte- oder Wärmetherapie oder Medikamente verordnet werden.

In manchen Fällen kann auch eine Operation notwendig sein, um das Gelenk zu stabilisieren und Fehlstellungen zu korrigieren. Auch der Einsatz einer Prothese kann in besonders schweren Fällen sinnvoll sein.

Fazit: Gelenkverschleiß im Überblick

Wenn die Gelenke verschleißen, können Schmerzen und Bewegungseinschränkungen die Folge sein. Besonders häufig sind davon stark belastete Gelenke wie Knie-, Hüft- und Fingergelenke betroffen. Da es noch nicht möglich ist, ein beschädigtes Gelenk zu reparieren, sind Vorsorge und Früherkennung in der Behandlung einer Arthrose unabdingbar. So ist es möglich, den Verschleiß zu verlangsamen oder sogar weitestgehend zu stoppen, Schmerzen zu minimieren und die Mobilität des Patienten zu erhalten. Dies ermöglichen wir durch unser multimodales Arthrosetherapiekonzept, das aus sich ergänzenden Behandlungsmaßnahmen besteht.