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Hallux valgus (Großzehenballen)

Ursachen

Eine übermäßige Abspreizung des 1. Mittelfußknochens verändert die Mechanik des Großzehgrundgelenkes und läßt die Großzehe durch verstärkten Muskelzug in Richtung der Kleinzehe (nach außen) abknicken. Eine Gelenkentzündung zeigt sich durch eine Erhebung an der Seite des Fußes am großen Zeh. Eventuell reicht der große Zeh über die kleineren Zehen.

Leute mit Plattfüßen oder mit außergewöhnlich biegsamen Füßen sind besonders gefährdet. Andere Ursachen sind rheumatische Arthritis und neurovaskuläre Krankheiten. Frauen sind deutlich häufiger betroffen. Die Rolle der von Frauen getragenen Schuhe in Entstehung eines Hallux valgus wird in der letzten Zeit kontrovers diskutiert und gilt aktuell als noch nicht gesichert.

Symptome

Für gewöhnlich entwickeln sich Schmerzen an der Erhebung aufgrund der Reibung, die der Schuh an dieser Stelle verursacht. Dieses Reiben des Schuhs führt zu einem roten, entzündeten Gewebesack, Bursitis (Schleimbeutelentzündung) genannt.

Im Laufe der Zeit kann der Schmerz bis tief ins Gelenk ausstrahlen und das Gehen, den Sport oder sogar einfach nur bequemes Stehen beeinträchtigen. Wenn das Gelenk jahrelang in einer Fehlstellung verblieben ist, wird sich eine Arthrose entwickeln. Diese verursacht eine zunehmende Steifheit und Schmerzen im Gelenk.

Die Entzündungen können auch die benachbarten kleineren Zehen in Mitleidenschaft ziehen. Wenn der große Zeh beginnt, in einem Winkel über die anderen Zehen zu reichen, wird er verstärkten Druck auf den zweiten Zeh ausüben oder ihn nach oben drücken. Das führt zu Hammerzehen oder Schwielen bei den kleineren Zehen.

Konservative Behandlung

Zunächst sind geeignete Schuhe zu wählen, mit niedrigen Absätzen, weichem Leder und breitem Zehenspielraum. Polster verringern den Druck auf die Erhebung. Auch entzündungshemmende Medikation verschafft Erleichterung.

Operative Behandlung

Wenn keine Besserung eintritt, sollte ein korrektiver, fußchirurgischer Eingriff in Erwägung gezogen werden. Je länger ein Eingriff verzögert wird, desto weiter ist die Arthrose fortgeschritten und desto komplizierter wird die Operation.Ziel eines korrektiven Eingriffs ist, die normale Stellung des Fußes und die Funktion des großen Zehengelenkes wiederherzustellen.

Durch verschiedene operative Verfahren wird die korrekte Achse des ersten Mittelfußknochens und die Stellung des Großzehengrundgelenkes wieder hergestellt, das Gelenk wird dabei erhalten. In den meisten Fällen kann die Nachbehandlung ohne Gips in einem Spezialschuh über circa 6 Wochen erfolgen.